Ehrenamt / Bundesfreiwilligendienst

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Bundesfreiwilligendienst (BFD)

Der Bundesfreiwilligendienst ist ein Angebot an Frauen und Männer jeden Alters, sich außerhalb von Beruf und Schule für das Allgemeinwohl zu engagieren.
Freiwilliges Engagement lohnt sich für Alle und ist gerade auch für die Engagierten ein großer persönlicher Gewinn: Junge Menschen sammeln praktische Erfahrungen und Kenntnisse und erhalten erste Einblicke in die Berufswelt.

Ältere Menschen geben ihre reichhaltige Lebenserfahrung an andere weiter, können über ihr freiwilliges Engagement auch nach dem Berufsleben weiter mitten im Geschehen bleiben – oder nach einer Familienphase wieder Anschluss finden.

Wir bieten Bundesfreiwilligendienste in den Bereichen:

  • Betreuung in offenen Ganztagsschulen
  • Betreuung in stationären Wohngruppen der Kinder- Jugend und Familienhilfe
  • Betreuung im Bereich der Seniorenhilfe
  • Versorgungsfahrer

Nähere Informationen zum Bundesfreiwilligendienst finden Sie auch hier.

Ehrenamtlich engagieren

Wer sonst, wenn nicht Sie?!


Haben Sie schon einmal Zeit gespendet? 

Zeit spenden heißt, sich mit seinen Fähigkeiten in unserer Gesellschaft zu engagieren. Es bedeutet aber auch, sich persönlich weiter zu entwickeln und seine Zeit sinnvoll zu nutzen.

In einer immer hektischer werdenden Welt sind Werte wie Solidarität, Initiative zeigen und Verantwortung übernehmen von großer Bedeutung. Diese Werte werden in einem hohen Maße durch ehrenamtliches Engagement geprägt.

Die St. Elisabeth Stiftung versteht sich als Dienstleister für Menschen mit einem Hilfebedarf sei es im Bereich der Jugendhilfe oder auch im Bereich der Seniorenhilfe. Die Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, ehrenamtliches Engagement zu fördern. Daher möchten wir Sie dazu einladen, sich mit Ihren Fähigkeiten und Ideen bei uns einzubringen.

Wir würden uns freuen, wenn Sie mit uns in Kontakt treten würden.

Erfahrungsberichte

Vanessas Bundesfreiweilligendienst im Bereich der Heimerziehung

Ich bin Vanessa, 22 Jahre alt und nun im zweiten Jahr der praxisintegrierten Ausbildung zur Erzieherin. Vor mittlerweile dreieinhalb Jahren habe ich angefangen meinen Bundesfreiwilligendienst in der KID-Gruppe zu absolvieren. Doch schon relativ schnell stand für mich fest: Hier will ich nicht mehr weg.

Ich wurde von dem Team und den Kindern sehr herzlich aufgenommen, sodass ich mich schnell wohl gefühlt habe und es für mich zu meinem zweiten Zuhause wurde.
Täglich wuchs ich an meinen Aufgaben und wurde vor neue Herausforderungen gestellt, was den Alltag jedoch umso interessanter gestaltete und sich bis heute nicht geändert hat.
Zu meinen alltäglichen Aufgaben zählte vorrangig die Kinder zu begleiten, in den Spielphasen, bei den Mahlzeiten und bei den Hausaufgaben und dem Zubettbringen. Hinzu kommen noch hauswirtschaftliche Tätigkeiten wie z.B. Wäsche waschen.

Spannend ist es hierbei die unterschiedlichsten Kinder im Alltag zu erleben, zu begleiten und dort abzuholen, wo sie gerade mit ihrer Geschichte und ihren Bedürfnissen stehen. Daraus ergeben sich Situationen, in denen man mit den Kindern lacht, weint, herumalbert, aber auch mal ernst ist.

In den eineinhalb Jahren meines Bundesfreiwilligendienstes habe ich zahlreiche Erfahrungen in sämtlichen Bereichen dieses Berufsfeldes gesammelt, angefangen bei der Gestaltung des Gruppenalltages, über Arztbesuche , Teilnahme an den Diagnoseterminen, sowie die Begleitung zu mehreren Ferienfreizeiten gemeinsam mit den Kindern und das Erleben von zahlreichen Feiertagen wie Weihnachten, Silvester und Ostern.

Da für mich schon vor Beginn feststand, dass ich die Erzieherausbildung machen möchte, konnte ich mir nun die Ausbildung ohne die Arbeit hier nicht mehr vorstellen, sodass ich mich für die praxisintegrierte Erzieherausbildung entschied. Im Januar war mein Bundesfreiwilligendienst zu Ende und im August begann dann meine Ausbildung, diese Zeit überbrückte ich, indem ich weiterhin als Aushilfe in der Gruppe arbeitete.

Den schulischen Teil mache ich an dem AWO Berufskolleg in Bielefeld, das ich an zwei Tagen in der Woche besuche. Diese Art und Weise erleichtert es mir, die Dinge, die ich in der Schule lerne, direkt in die Praxis umzusetzen.

Seit dem Beginn der Ausbildung werden mir zunehmend Aufgaben übertragen, die ich eigenverantwortlich übernehme, sowie die regelmäßige Teilnahme an den Teamsitzungen und den Diagnoseterminen. Durch den Schichtdienst, eingeschlossen die Nachtdienste, war es anfangs erstmal schwierig die schulischen Aufgaben unterzukriegen, sodass ich mich umstrukturieren musste. Anschließend hat auch das, dank guter Unterstützung seitens meiner Kolleginnen, gut funktioniert.

Ich habe in der gesamten Zeit nicht nur viel über die Arbeit gelernt, sondern auch über mich selber. Für mich war es also die richtige Entscheidung durch den Bundesfreiwilligendienst erst in das Berufsfeld „Heimerziehung“ zu schnuppern und nicht, wie anfangs geplant, meine Ausbildung in einer Kita anzufangen.

Alles in allem habe ich in der gesamten Zeit so viele Dinge erlebt, die mich selber auch sehr bewegt haben, ohne die ich mir meinen Alltag jedoch nicht mehr vorstellen möchte.

Louis Bundesfreiweilligendienst im Bereich der Altenhilfe

Seit  dem  1.  August  2013  absolviere  ich  meinen  Bundesfreiwilligendienst (BFD) im Haus St. Elisabeth,  Pflege-­ und Demenzentrum in Bad Meinberg. Ich habe den BFD als Alternative für ein Studium bzw. eine Ausbildung gewählt, da ich mich erst einmal beruflich orientieren wollte. Da mir die Arbeit Spaß macht, hat sich der BFD für mich auch gelohnt. Ich habe die Möglichkeit bekommen, meine sozialen Kompetenzen zu verbessern und mich mit einem Thema auseinander zu setzen, mit dem ich zuvor noch nie etwas zu tun hatte: mit älteren Menschen.

Vor  dem  Beginn  des  BFD hatte ich ganz andere Vorstellungen  von  Demenz,  aber  meine  Erfahrungen  haben mir etwas anderes aufgezeigt. Ich dachte, dass alle Demenzkranken gleich sind bzw. die gleichen Verhaltensweisen  haben,  welches aber definitiv nicht so ist. Jeder Bewohner verhält sich  komplett  anders, welches das Ganze auch interessanter macht.

Meine  täglichen  Aufgaben  bewegen  sich  in  den  hauswirtschaftlichen,  betreuerischen  und  grundpflegerischen Bereichen. Zum hauswirtschaftlichen Bereich gehört z.B. das Vorbereiten von Mahlzeiten oder auch das ein-‐ und ausräumen der Spülmaschine. Die betreuerischen Tätigkeiten bewegen sich vor allem im Bereich der Beschäftigung bzw. der Förderung der geistigen und motorischen Fähigkeiten der Bewohner. So wird zum Beispiel Gedächtnistraining gemacht, oder aber auch Gymnastik, um Bewohner zu aktivieren. Im Bereich der grundpflegerischen Versorgung geht es weitestgehend  um das an-­ bzw. entkleiden der Bewohner (morgens und abends) und die Toilettengänge.

Es ist erstaunlich, wie sich der allgemein Zustand der Bewohner verändern kann. Sowohl im positiven als auch im negativen Sinne. Ob es die Zustände sind, die sich über einen längeren Zeitraum ziehen, oder die, die  man  tagtäglich  beobachten  kann.  Man  braucht  gelegentlich  schon  sehr  starke  Nerven,  da  es  vorkommt, dass viele Sachen gleichzeitig auf einen Zukommen, was man aber auch übersteht.

Ich  kann  es  jedem  nur  empfehlen,  den  BFD zu machen, da man sehr viele Erfahrungen mitnimmt und neue Kenntnisse erlernt. Der BFD hat mir aufgezeigt, dass ich beruflich auf jeden Fall etwas mit Menschen machen möchte, da es mir Spaß macht, mich mit ihnen zu beschäftigen.

Sandras Bundesfreiwilligendienst an der OGS der Freiligrathschule

Mein Name ist Sandra Wedeking und ich mache für ein Jahr meinen Bundesfreiwilligendienst an der OGS der Freiligrathschule. Ich habe eine 39-Stunden-Woche, das heißt ich arbeite von montags bis donnerstags von 7:30 bis 16:00 Uhr und freitags von 7:30 bis 15:00 Uhr.

Ein typischer Tagesablauf wäre, dass ich morgens mit im Frühdienst bin und dort mit den Kindern spiele und auf sie aufpasse bis sie in den Unterricht müssen. Danach gehe ich für 2 Schulstunden mit in den Unterricht und darf dort auch unterstützend helfen. Zwischen den beiden Schulstunden hat man eine dreißigminütige Pause, in der die Kinder auch ihre Pause und ihre anschließende Frühstückspause haben. Nach den beiden Stunden erledigt man die anfallenden Vorbereitungen, deckt anschließend den Tisch für das Mittagessen und bereitet in der Küche gegebenenfalls schon mal das Essen vor. Nach dem Unterricht kommen die Kinder wieder zu uns in die Betreuung oder die OGs, wo ich ebenfalls wieder mit ihnen spiele oder einfach nur auf sie aufpasse. Um 12:30 Uhr gibt es Mittagessen, was man mit den Kindern gemeinsam einnimmt. Von 13:15 bis 14:00 Uhr ist die Hausaufgabenzeit der Erst- und Zweitklässler, wo ich eine eigene Hausaufgabengruppe von 6 Kindern habe und ihnen bei ihren Hausaufgaben helfe. Im Anschluss geht es wieder zum Spielen oder zu den jeweiligen AGs für die Kinder. Außerdem könnte es passieren, wenn die Küchenkraft mal fehlt, dass man in der Küche beim Abwasch hilft oder diesen auch alleine macht und seine Hausaufgabengruppe dafür einmal aufteilt. Dieses ist aber nur selten der Fall. Seine Urlaubstage hat man in den Schließzeiten der OGS, das heißt immer die Hälfte der regulären Schulferien. Neben der Arbeit absolviert man noch fünf Seminare für jeweils eine Woche in Bad Oeynhausen, die aber auch zum größten Teil viel Spaß mit sich bringen.

Die Arbeit bereitet mir auch sehr viel Spaß und ich werde mich nach einem Jahr mit vielen super Erfahrungen leider verabschieden müssen. Dieses liegt unter anderem an dem super Arbeitsklima, da ich gut ins Team integriert worden bin, es flexibel ist und eine familiäre Atmosphäre herrscht. Außerdem wird man mit den anderen Erziehern weitestgehend gleichgestellt, außer in der Aufsichtspflicht und der Verantwortung, wo man etwas weniger hat und man auch nicht mit allen Kindern alleine sein darf, welches aber als ungelernte Kraft bzw. als „Buftine“ klar ist. Dieses zeigt aber auch, dass man nicht als Mädchen für alles ausgenutzt wird. Man darf sogar in jedes Gebiet einmal hineinschnuppern. Ich darf zum Beispiel an Teamsitzungen teilnehmen, habe eine eigene Blockflötengruppe und es werden einem auch Hintergrundgeschichten zu manchen Kinder erzählt, damit man das Verhalten von ihnen zum Beispiel besser verstehen oder nachvollziehen kann. Dieses muss aber streng geheim bleiben, weil es höchst vertrauliche Informationen sind, aber dies ist ja kein Problem, da man sowieso im Vertrag eine Schweigepflicht unterschreibt. Auch im Unterricht binden einen die Lehrer prima mit ein und überlassen einem auch dort eine Kleingruppe beim Lesen oder beim Erklären schwieriger Lerninhalte oder wenn es manche Kinder immer noch nicht so ganz verstanden haben.

Alles in allem kann man sagen, dass mir dieses Jahr sehr viel Spaß mit wunderbaren Erfahrungen, super netten Kollegen/innen und lieben netten Kindern bereitet hat. Ich werde das Team und die Kinder nur ungern im Sommer alleine lassen und mich verabschieden, da mir die Arbeit wirklich großen Spaß macht und ich viele nützliche Erfahrungen in dem Bereich für mein späteres Leben gemacht habe und auch viel gelernt habe.

In diesem Sinne schon einmal: DANKE liebe Kollegen/innen der OGS der Freiligrathschule für einen so super tollen Bundesfreiwilligendienst!

Kontakt

St. Elisabeth Stiftung
Palaisstraße 27
32756 Detmold

Tel. 05231 . 740-710
Fax 05231 . 740-719

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